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1. ARCHITEKTENKAMMER

Konsequente Interessen­vertretung nach außen

Was brauchen Architektinnen und Architekten heute wirklich von ihrer Kammer?

Die Architektenkammer ist die zentrale berufsständische Vertretung der Architektinnen und Architekten.
Gerade deshalb muss sie sich immer wieder selbst überprüfen:

Dient ihre Arbeit tatsächlich den Architekt:innen – und ihrer beruflichen Realität?

Wir sind überzeugt:
Die Kammer kann und muss sich, vor allem jetzt, da sich unsere gesamte Arbeitswelt in einem unüberschaubarem Umbruch befindet wieder stärker auf ihre Kernaufgaben konzentrieren.

Die Kammer muss die Interessen der Architekt: innen klar, standhaft und sichtbar vertreten:

  • gegenüber Politik und Verwaltung
  • gegenüber Medien
  • gegenüber der Bauwirtschaft
  • gegenüber Gerichten und Institutionen

Zu oft wird erklärt, warum etwas angeblich nicht möglich ist.
Wir sind überzeugt: Wenn man wirklich will, lassen sich Rahmenbedingungen verändern.

In der Vergangenheit wurden wichtige politische Entscheidungen zu oft getroffen, ohne dass die Interessen der Architekt: innen berücksichtigt, oder auch nur gehört worden wären. Die Zukunft unseres Berufsstands steht vor massiven Veränderungen. Die Architektenkammer muss diese heraufgedrungen annehmen und sich ihnen aktiv stellen.

Architekt: innen stärken

Architekt: innen tragen hohe Verantwortung für Qualität, Koordination und Wirtschaftlichkeit von Bauprojekten. Diese Rolle darf nicht weiter auf die eines reinen Haftungsträgers oder Verfahrensabwicklers reduziert werden. Eine zukunftsfähige Baukultur braucht Architekten als gestaltende, koordinierende und verantwortliche Akteure, nicht als Puffer zwischen immer komplexeren Regelwerken.

Diese Verantwortung braucht spürbaren Rückhalt und Unterstützung.

Daher sollt die Kammer:

  • Bedürfnisse der Architekt: innen ernst nehmen
  • unterstützen statt belehren, offen sein für unterschiedliche, neue, wie die traditionelle Ansätze
  • stärken statt kontrollieren

Gestaltung, Verantwortung und Baukultur gehören zusammen. Die Kammer muss diese Rolle aktiv verteidigen und weiterentwickeln.

Beitrag stabil halten – Leistungen kritisch prüfen

Die Beiträge der Mitglieder müssen verantwortungsvoll eingesetzt werden.

Wir stehen für:

  • keine Beitragserhöhungen
  • die Überprüfung und Reduzierung nicht notwendiger Leistungen
  • eine schlanke, effiziente Kammerstruktur

Nicht jede Aufgabe, die übernommen werden kann, muss auch übernommen werden. Entscheidend ist, was den Architekt: innen konkret nutzt.

Regionalisierung mit Augenmaß

Regionale Strukturen können sinnvoll sein – wenn sie Mehrwert schaffen.

Wir wollen:

  • eine Zersplitterung der Kammer verhindern
  • keine parallele Strukturen aufbauen
  • steigende Verwaltungs- und Personalkosten eingrenzen

Regionalisierung darf kein Selbstzweck sein, sondern muss fachlich begründet und wirtschaftlich sinnvoll bleiben.